Twitter fürs Geschäft: Entscheidung, Umsetzung, Leitfaden
September 2009
Müssen Sie zwitschern? Dieser Anstoss sagt Ihnen,
_ wo Twitter Sinn macht
_ wie Sie mal reingucken
_ was zu einem Twitter-Konzept gehört
Eine nähere Definition und zahlreiche weiterführende Details bringt unser Leitfaden «Gern gelesenes Gezwitscher», einfach hier downloaden.

_ Twitter als Netzwerk-Turbo?
Haben Sie
– eine top-aktuelle Website?
– die Absicht, einen aktiven Online-Dialog zu führen?
– mindestens eine halbe Stunde Zeit pro Tag nur für Twitter?
Dann kann dieser 140-Zeichen-Kurznachrichtendienst Sinn machen. Als Verstärkung einer Gesamtstrategie. Im Mittelpunkt muss eine wirklich attraktive Website stehen, mit Dialogmöglichkeiten. Wenn dieser Kern- und Ankerpunkt lebt, können Sie Ihren Dialog ausweiten auf Soziale Platttformen wie Xing, Facebook, Flickr, YouTube oder eben Twitter. In dieser Kombination kann Twitter die Reichweiten Ihrer Website, Ihres Corporate Blogs, Ihres E-Shops wesentlich erhöhen. Ein derartiger Verbund ist strategisch herausfordernd und aufwändig.
_ Erst mal reinhören
Machen Sie sich in fünf Schritten ein Bild als Zaungast:
1. Alle wichtigen Marken reservieren
Sichern Sie sich beim ersten Besuch auf twitter.com alle relevanten Bezeichnungen. Denn die Adressen sind einmalig, Twitter zeigt deren Verfügbarkeit sofort an. Sie benötigen für jeden Eintrag eine eigene E-Mail-Adresse (ein Trick dazu am Schluss). Führen Sie gut Buch über Ihre Reservationen.
2. Das Testkonto einrichten
Wählen Sie für Ihre Probefahrt eine aussagekräftige, auch später verwendbare Bezeichnung. Am besten ganz persönlich twitter.com/vornamename.
3. Nur zuhören
Sie können alle Einträge auf der Twitter-Startseite mitlesen. Oder nur die deutschsprachigen auf
twitcharts.de,
twittercharts.at oder
swisstweets.ch. Doch weil die Flut aller Tweets zu gross ist, suchen Sie sich Twitter-Adressen, denen Sie gerne folgen möchten. So werden Sie zum «Follower» und erhalten die ausgewählten Meldungen auf Ihre Twitter-Seite eingespielt.
4. Mitschreiben mit Konzept
Bekommen Sie doch Lust, sich aktiv zu beteiligen? Schon beim Mitlesen werden Sie erfahren: Lustig zu lesen sind nur Tweets, die was bringen. Sie wollen nicht wissen, dass jemand gerade Kaffee trinkt oder Ihnen sein neustes Produkt andrehen will. Teilen Sie aktuelle und interessante Beobachtungen, relevante Web-Links mit einem informativen Hinweis.
5. Monitoring einrichten
Tauchen Ihre Themen, Ihre Organisation, Ihre Konkurrenz auf im Strom der Kurznachrichten? Lassen Sie sich automatisch benachrichtigen:
TweetScan meldet Suchtreffer per Mail oder RSS, search.twitter.com ermöglicht bei
Suchresultaten ein RSS-Abo,
Monitter zeigt laufend eingehende Meldungen in Themenspalten. Neue Suchdienste werden dazu kommen. Sehr praktisch sind die Monitoring-Spalten, die Twitter-Leseprogramme wie
Tweetdeck anbieten. Richten Sie dort die wichtigste Suche ein, die auch für Ihre eigenen Tweets am meisten bringt.
_ Richtig einsteigen? Zeit für ein Inhalts-Konzept
Wer richtig mitmachen will, der muss Intention und Inhalte klären. Am besten in einem Twitter-Konzept mit mindestens sechs Punkten:
1. Ziel: Was soll auf diesem Kanal erreicht werden? Als Verstärkung welcher Online- und Offline-Aktivitäten? Anzahl Follower im ersten Jahr? Anzahl Links auf Ihre Webseite?
2. Zielgruppe: Wer steht im Vordergrund Ihrer Ansprache? Was interessiert diese Kern-Zielgruppe, was erwartet sie von Ihnen?
3. Inhalt: Was hat Ihre Organisation zu bieten? Wie sollen Tweets aufgebaut sein? Halten Sie sich an die Grundregel: Maximal 10 Prozent Promo, 90 Prozent interessante Links und Inhalte. Anzahl Tweets? Sprache? Zur Sprachwahl: Zwischendurch mal wechseln ist erlaubt, aber grundsätzliche Zweisprachigkeit funktioniert nicht. Richten Sie mehrere Accounts mit Sprachkennung ein: /name_de und /name_en.
4. Umsetzung: Wer schreibt? Ein Team? Mehrere Autorenkonto für die Organisation? Wer liest Antworten und beantwortet sie sofort? Wer sichtet das Monitoring und zieht daraus Konsequenzen für den Inhalt?
5. Promotion: Wie wird Twitter kommuniziert und flankiert? Ist die Adresse auf der E-Mail-Signatur, sind die Tweets auch auf der Website eingespielt, auf Facebook sichtbar?
6. Evaluation: In welchen Zeitabständen wird der Einsatz ausgewertet? Mit welchen Statistiken? Wer verantwortet die laufende Optimierung?
Hinter all diesen Schritten steht eine ganze Menge von Detailabklärungen. Der ausführliche
Leitfaden «Gern gelesenes Gezwitscher» hilft Ihnen zum Beispiel bei der Wahl der besten Twitter-Startseite, den Einstellungen, den Hilfsprogrammen, der Verwendung von Twitter-Befehlen und den weiteren Eigenheiten dieser schnellen Schnipselkommunikation.
_ E-Mail-Trick und weiterführende Links
Wer GoogleMail verwendet, kann mit einer Adresse eine ganze Reihe von Twitter-Accounts einrichten: name.nachname@gmail.. wird von Google ebenso ausgeliefert wie n.ame.nachname@gmail.. Sie haben also eine Reihe von Reservationsmöglichkeiten mit einer einzigen Adresse.
Ganztägiges Seminar für Kommunikations-Fachleute zum Thema Social Media, unter anderem mit Twitter-Praxiserfahrungen, am
11. Mai 2011 am MAZ in Luzern.
Den idealen Schlusspunkt zum steten Fluss der Kurzbotschaften liefert Ernest Hemingway: «Zwei Jahre braucht der Mensch, um das Sprechen, ein Leben lang, um das Schweigen zu lernen.»
Social Media in der Medienarbeit:
Online-PR im Zeitalter von
Google, Facebook & Co.
CHF 37.90 /
EUR 24.95
inkl. Porto
Erst reinschauen
Alle Beiträge zum Buch